Kirgisistan
Kirgistan
4. August 2015
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Welch ein Kontrast! Nachdem wir in Tadschikistan tagelang durch beeindruckende aber gleichzeitig doch sehr karge und einsame Landschaft gefahren sind, ist der Grenzübergang zu Kirgistan ein starker Schnitt.

Wir lassen das tadschikische Grenzgebäude auf der kargen Passhöhe zurück und biegen um die erste Kurve. Vor uns liegt ein langes Tal. Die Berge sind grün, der Sand ist rot. In der zweite Reihe erscheinen schneebedeckte Berge. Welch eine Farbenvielfalt!

Bis wir das kirgisische Grenzgebäude erreicht haben vergehen zwei Stunden. Die längste Strecke zwischen zwei Grenzübergängen. Zwei Stunden geht es fast ausschließlich bergab. Zu Beginn ist die Straße noch sehr schlecht, wird dann aber immer besser. Auch das Wetter bessert sich, je mehr wir an Höhe verlieren. So stecken wir oben noch im Schneegestöber welches dann in Regen übergeht. Als wir unten ankommen scheint die Sonne.

  
Die Einreise nach Kirgistan ist ähnlich unproblematisch wie die nach Tadschikistan. Wir müssen lediglich kurze Zeit warten bis der Grenzbeamte gefunden ist der unsere Pässe zu kontrollieren hat. Er hat wohl ein kleines Nickerchen gehalten… Nachdem die Stempel im Pass sind dürfen wir ohne weiter Gepäckkontrolle einreisen.

Das Tal ist inzwischen immer breiter geworden und vor uns liegt eine weite, grüne Hügellandschaft. Überall stehen Jurten aus deren Schornstein weißer Rauch steigt. Auf den Wiesen laufen Kühe, Ziegen, Schafe und Pferde frei herum. Ein paar Kindern, mit sonneverbrannten, dunkel roten Wangen, kommen zu uns gelaufen und begrüßen uns fröhlich.

 

Freundliche und lachende Kinder begrüssen uns in Kirgistan


 
Überglücklich erreichen wir am Abend Sary Tash. Wir brauchen dringend ein paar Tage Erholung. Die letzten Wochen waren in jeder Hinsicht eine ziemlich Herausforderung.

Sary Tash ist ein kleiner, verschlafener Ort der uns gut gefällt. Leider gibt es im Hostel kein Internet und auch keine Möglichkeit, eine Simcard zu kaufen. Da wir Internet benötigen um unsere weitere Reise zu planen und vor allem, um unsere Peak Lenin Tour zu organisieren, entscheiden wir uns per Anhalter nach Osch zu fahren. Die Räder bleiben in der Garage vom Hostel.

 

Unser Blick über Sary Tash in die gigantischen Berge des Pamir, wo wir herkommen.

 
Wir warten ca. 40 Minuten, da hält ein chinesischer Kleinwagen. Mit Vater, Mutter und vier Kindern sieht es eigentlich schon recht voll aus in dem Auto. Da sie nun aber schon für uns angehalten haben sagen wir ihnen das wir gerne nach Osch fahren würden. Kein Problem. Auf der Rückbank wird etwas zusammen gerutscht und ich bekomme vorne ein Kind auf den Schoss gesetzt. Zu acht im Fünfsitzer und die Fahrt nach Osch beginnt. 

Sary Tash liegt auf ca. 3200 m, Osch auf 1000 m. Was Tim und ich nicht bedacht haben: Es ist Sommer. Wenn man so lange in der angenehm frischen Bergluft unterwegs war kann man das schon mal vergessen. Wir sind also mit Daunenweste und dickem Pulver ins Auto gestiegen und für den Fall der Fälle haben wir auch noch eine Mütze eingesteckt. Wer weiß, abends könnte es ja frisch werden. Die Fahrt nach Osch dauert vier Stunden und mit jedem Kilometer dem wir der Stadt näher kommen wird es heißer. Seit dem wir aus dem Pamir gekommen sind gab es noch keine Möglichkeit zu duschen. Seit einer knappen Woche ungeduscht, wollen wir jetzt nicht unsere Pulver (aus denen es eh schon empfindlich rausmüffelt)  ausziehen und so schwitzen wir vor uns hin. Das Kind auf meinem Schoss schläft die halbe Fahrt. Ich hab alle Hände voll zu tun den hin und her schaukelnden Kopf zu halten. Ich bin froh als wir eine kurze Pause einlegen bei der das kleine Mädchen wach wird. Nach dem Stop nimmt es auf der Rückbank platz und ich bin froh bei der Hitze keine  Heizung mehr auf dem Schoss sitzen zu haben. Am spätem Nachmittag erreichen wir unser Hostel in Osch. Statt den gewohnten 15-20 °C haben wir jetzt um die 40 °C. Erstmal duschen!

 

Diese nette Familie nimmt uns Stinker mit nach Osh – daher gucken die Kinder etwas benommen

 
In Osch machen wir eine kleine Reiseagentur ausfindig, die Touren zum Peak Lenin Base Camp anbietet. Nach einem langem Gespräch bei dem wir ausführlich unsere Situation beschreiben (Radreise, kein Alpineqipment dabei usw.) wird uns versichert: Alles kein Problem. Wir können sämtliches Material im Base Camp bei anderen Agenturen ausleihen. Tim und ich freuen uns über die gute Nachricht und so sitzen wir am 2. Juli, gemeinsam mit acht Alpinisten (die allesamt bergeweise Equipment dabei haben und sich wundern was wir vorhaben) in einem voll bepacktem Kleinbus und fahren zum Peak Lenin Base Camp.

Am Abend erreichen wir das Base Camp auf 3700 m und beziehen unsere kleine, gemütliche Jurte. Die Sicht ist klar und erstmalig sehen wir den Peak Lenin in seiner ganzen Größe. Selbst schon auf 3700 m und trotzdem türmt sich vor uns ein riesiger Berg mit gigantischen Schneeplatten auf. 7134 m! Langsam bekommen wir doch einwenig Respekt.

 

Die letze Jurte ist unsere. Wow!

 
Wir genießen die beeindruckende Landschaft am Peak Lenin und sind erneut von der Vielfalt der Farben und Felsen begeistert. Insgesamt ist es uns hier aber zu touristisch. Nach zwei Tagen im Base Camp steht fest, dass wir ein Problem haben. Die großen Versprechungen, wir könnten hier „alles“ ausleihen, erweisen sich als falsch. Wir klappern die Zelte der verschiedenen Reiseagenturen ab und sind leider erfolglos. Keine Chance. Um zum Camp 1 zu kommen benötigt man noch keine besondere Ausrüstung und so wollen wir wenigstens bis dort hinwandern.

Die Wanderung zum Camp 1 führt, wie soll es anders sein, durch beeindruckende Landschaft. Je höher wir kommen desto anstrengender wird es. Da wir die Nacht im Camp 1 verbringen werden und es eine wage restchance gibt, sind wir zusätzlich mit dicken Rucksäcken bepackt, was die Anstrengung noch vergrößert. Es geht lange entlang des Gletschers. Weiter oben treffen wir auf mehrere Gletscherflüsse. Die Sonne, die den ganzen Tag so toll geschienen hat, hat jede Menge Schmelzwasser produziert. Die Flüsse, die morgens kleine Flüsschen sind, haben sich zu reißenden Bächen entwickelt. Diese so spät am Nachmittag zu überqueren (ja, wir sind heute morgen nicht ganz so früh gestartet…13:00 Uhr ist wohl etwas spät gewesen) ist eine echte Herausforderung und nimmt viel Zeit in Anspruch. Wir müssen an den Flüssen auf und ab laufen um eine halbwegs ruhige Stelle zu finden. Dann heißt es springen. Ich springe zuerst. Tim wirft mir mit aller Kraft unsere Rucksäcke hinterher und kommt dann hinterher. Kurz vor Einbruch der Dunkelheit erreichen wir geschafft und mit nassen Füßen Camp 1 auf 4500 m. Juhu!

 

Auf dem Weg zum Camp 1

 
Keine Ausrüstung am Camp 1. Früher als gehofft endet unsere Peak Lenin Expedition. Trotzdem konnten wir ein bisschen Alpinistenluft schnuppern. Eine spannende Erfahrung für uns. Das ist nochmal was ganz anderes als alles was wir bisher im Bergsport kennengelernt haben. Aber wir sind wohl aber doch eher die Kletterer…

Wie wir von Bergsteigern im Camp 1 hören liegt noch sehr viel Schnee. Eine Gruppe von Alpinisten musste bei 6000 m umkehren da sie bis zur Hüfte im Schnee versunken sind. Der Gipfel ist also innerhalb der nächsten Wochen eh nicht zu erreichen und so sind Tim und ich nicht ganz so traurig abbrechen zu müssen. Außerdem gibt es bereits einen tollen Plan B.

Wir verlassen das Camp 1 und haben auf dem Rückweg keine Probleme die Flüsse zu überqueren – es ist noch Vormittag. Kurz bevor wir das Base Camp erreichen, treffen wir auf eine Gruppe von österreichischen Botanikern. Den Blick nach unten gerichtet spazieren sie über die Wiesen. Wenn jemand eine besondere Pflanze entdeckt wird diese gemeinsam begutachtet und bestaunt. Wir freuen uns riesig über diese Leute. Manche wenden ihren Jahresurlaub auf und geben alles um mühsam auf einen Siebentausender zu steigen. Dazu müssen sie sogar mehrfach den selben Weg zurück legen um nach und nach ihr Gepäck von Camp zu Camp zu schleppen. Andere kommen in genau die selbe Gegend, scheinen die Berge aber gar nicht wahr zunehmen. Sie richten den Blick nicht in die Ferne sondern direkt vor ihre Füße und begeistern sich für Blumen, die von den Alpinisten wahrscheinlich unbeabsichtigt platt getrampelt werden. Wahrscheinlich kann keiner den anderen verstehen und denkt nur wie bekloppt der andere jeweils ist.

Unser Plan B hat sich ergeben als wir im Base Camp Lars kennengelernt haben. Er kommt aus Halle und ist seit Monaten mit seinem offroadfähigem T3 unterwegs. Er hat einen Halbtagsjob, arbeitet aber ein halbes Jahr Vollzeit um dann zu reisen. Inzwischen haben wir soviele Menschen mit so spannenden alternativen Lebensmodellen kennengelernt. Abi, Uni, 60 Stunden Woche und dann wegen Burnout in Frührente? Da müsste es doch ein paar Möglichkeiten mehr geben!

 

Tanken in Kirgistan

 
Für Kirgistan hat er sich vorgenommen den Peak Leipzig und einen weiteren, bisher unbestiegenen Berg zu erklimmen. Als Erstbesteiger dürfte er dann diesem Berg einen Namen verpassen. Die nächsten Tage will er die Umgebung dieser Berge schonmal auskundschaften – wir dürfen ihn begleiten. Wenn das mal nicht eine gute Alternative ist.

Bevor unsere Aufklärungsmission startet verbringen wir einen letzten Tag im Base Camp. Wir sitzen gerade mit Lars zusammen um Pläne für die nächsten Tage zu schmieden, da wird uns Bescheid gegeben das bei Pusselbeck (ihm gehört die einzige untouristische Jurte gleich gegenüber) ein Schaf geschlachtet werden soll. In Deutschland wird so unverhältnismäßig viel Fleisch gegessen – war schon mal jemand dabei wie ein Tier geschlachtet wurde? Wir entscheiden uns bei der Schlachtung dabei zu sein, nicht um was „spektakuläres“ zu erleben, sondern ein Bezug dazu zu bekommen, dass Fleisch essen auch immer töten eines empfindungsfähigen Lebewesens bedeutet. Als wir bei Pusselbecks Zelt ankommen liegt das Schaf schon gebunden auf dem Boden. Ein Mann nimmt Tim beim Arm und führt ihn zu dem Schaf. Er bedeutet Tim die Hände auf den Körper des Schafes zu legen um es zu halten. Ein andere Mann kniet sich zum Kopf des Schafes, hält diesen fest und versetzt dem Schaf dann einen Schnitt durch die Kehle. Sofort fließt viel Blut aus der Halsschlagader in die kleine Kuhle die zuvor in den Boden gegraben wurde. Der Todeskampf dauert 1-2 Minuten, dann hat es das Schaf geschafft. Ein kleiner Junge (ca. 7 Jahre alt) ist die ganze Zeit dabei. Jetzt wo das Schaf tot ist hilft er tatkräftig mit. Dem Schaf werden die Beine gebrochen damit das Fell abgezogen werden kann. Als das geschehen ist, das Schaf hängt inzwischen kopfüber an einem Holzgestänge, geht es daran das Tier auszunehmen und das Fleisch zu zerteilen. Eine Stunde ist vergangen, das Fell liegt zum trocknen auf der Wiese, an dem Holzgestänge ist von einem Schaf nichts mehr zu sehen. Die Schlachtung ging routiniert von statten, man merkt das sie hier zum Alltag gehört. Alles verlief seht ruhig und respektvoll. Tim berichtet später wie er das Zucken des Schafes und den immer langsamer und unregelmäßiger werdenden Herzschlag spüren konnte. Ein keineswegs schöner, jedoch sehr berührender und prägender Moment. Vegetarier werden wir wohl nicht, zurück in Deutschland haben wir jedoch vor unseren Fleischkonsum zu ändern und sehr viel bewusster zu machen.

7. Juli – wir verlassen das Base Camp. Um 12:00 Uhr steht Lars mit seinem gelben T3 vor unserer Jurte. Unser Gepäck wird eingeladen und los geht’s. Bis man vom Base Camp zurück auf der Hauptstraße ist dauert es etwas, vor allem wenn man (Mann) erst versucht den kürzeren Weg direkt durchs Flussbett zu nehmen. In dem kleinen Ort Sary Mongul gibt es am Marktplatz viele kleine Läden die wir, einen nach dem anderen abklappern. Am Ende unserer kleinen Shoppingtour sind die Vorratskammer bis obenhin gefüllt. Ein ziemlich gutes Gefühl beim Einkaufen nicht die Kilos zählen zu müssen die man hinterher auf dem Rad schleppen muss. Auf einem kleinen Berg entdecken wir den perfekten Schlafplatz für die Nacht. Leider führt keine Straße sondern nur ein Entwässerungsgraben dort hin. Lars stellt sein Können als Fahrer und der T3 seine Power unter Beweis. Nach einigem Aufwand erreichen wir den zuvor ausgespähten Platz und genießen ein Panorama auf die gegenüber liegende Bergkette. Als es dunkel ist können wir sogar die Lichter des Peak Lenin Base Camp sehen.

  
Nach einem ausgiebigen Pfannkuchenfrühstück machen wir uns auf den Weg zum Normadencamp von welchem aus wir zu unserem ganz eigenem Peak Leipzig Base Camp aufbrechen wollen. Auf dem Weg dorthin macht der T3 kurz Ärger. Das Problem kann von Lars zum Glück recht schnell gelöst werden. Der Ansaugfilter ist dicht und wird durch einen neuen gewechselt. Beim abziehen des Filters sehen wir jede Menge kleine Teilchen im Diesel schwimmen. Kein Wunder das der Filter dicht ist. Benzin ist in Zentalasien oft sehr verdreckt.

Nach ca. einer Stunde fahren wir wieder. Es geht einen schmalen Weg das Tal rauf. Der Weg endet auf einer weiten Wiese die von Hügeln und Bergen umgeben ist. Auf der Wiese verteilt stehen überall Jurten – das Normadencamp. Wow, es ist ein wunderschönes Fleckchen Erde.

Wir suchen uns ein etwas abseits gelegenen Platz und geben den Leuten Zeit, auf uns zu zukommen. Schüchtern schleichen in einiger Entfernung ein paar Kinder um uns herum und trauen sich nach und nach immer dichter zukommen. Auch die Erwachsenen werden neugierig und beginnen zu tuscheln. Touristen sind hier äußert selten erfahren wir später. Ein kleiner mutiger Junge ist der Erste der sich ganz zu uns heran traut und ein kurzes Gespräch mit Lars beginnt, der ein wenig russisch spricht. Sofort ist der Damm gebrochen und alle kommen herbei und wollen die Fremden mal aus der Nähe betrachten. Lars ist mit den Männern im Gespräch und organisiert die nächsten Tage. Tim beginnt mit den Kindern zu toben und denkt sich immer neue Spiele aus. Ich werde von den Mädchen mit Blumengeschenken überhäuft. Zum Abendessen werden wir in eine der Jurten eingeladen. Wir fühlen uns hier super wohl und freuen uns besonders einen vom Tourismus verschonten Ort gefunden zuhaben in dem wir mal wieder die Möglichkeit haben das richtige Leben kennen zu lernen.

  
  
  
9. Juli – wir brechen vom Normadencamp auf und beziehen unser eigenes Peak Leipzig Basecamp zwei stramme Wanderstunden entfernt. Unser Gepäck wird von drei Männern mit ihren Pferden hoch getragen. Ich kann dem Angebot, auf einem der Pferde mitzureiten, nicht widerstehen. Tim und Lars wandern das Tal hinauf und erreichen kurz nach mir das Basecamp. Wow, schon wieder ein so gigantischer Ort.

Nachdem wir mit den Horsemen besprochen haben, dass sie uns hier in fünf Tagen wieder abholen sollen, reiten sie zurück ins Tal. Jetzt sind wir ganz allein. Unser Base Camp auf einer schönen grünen Wiese ist schnell eingerichtet und wir genießen den Blick auf den Gletscher und den gewaltigen Berg, der sich vor uns auftürmt. Zur Begrüßung oder vielleicht als kleine Warnung gehen mehrere Lawinen mit lautem krachen ab.

11. Juli , der Wecker klingelt um 07:00 Uhr. Für heute ist gutes Wetter vorausgesagt und somit soll es heute „in den Berg“ gehen. Wir wollen über die Brunnerrinne aufsteigend die erste Etappe der Peak Leipzig Tour auskundschaften. Zuerst geht es über Geröll und dann weiter über ein sehr steiles Schneefeld. Das bergsteigen ist unglaublich anstrengend. Zum einen haben Tim und ich keine Steigeisen, weswegen wir immer wieder weg rutschen und zum anderen spüren wir die dünne Höhenluft. Wir steigen bis 4900 m auf, dann geht’s leider nicht weiter. Die Sonne hat den Schnee soweit aufgeweicht, das wir bei jedem zweiten Schritt bis zum Knie einsacken und kaum noch vorwärts kommen. Außerdem besteht die Gefahr, dass sich bei dem weichen Schnee auf dem steilen Hang eine große Schneeplatte löst und uns mit reißt. Diese Vorstellung ist wenig attraktiv und so müssen wir unsere Tour abbrechen. Das Schneefeld ist so steil, dass Tim und ich hervorragend auf den Schuhen runter schlittern können. So brauchen wir nur 30 Minuten um wieder unten zu sein (für den Aufstieg haben wir drei Stunden gebraucht).

Die vier Tage in einsamer Natur neigen sich dem Ende. Nach einem gemütlichen Frühstück trudeln wie verabredet die Horsemen bei uns ein. Unser Gepäck wird von den Pferden zurück ins Normadencamp getragen. Als auch wir dort ankommen wird alles im T3 verstaut und es geht zurück nach Sary Tash.

Nachdem wir in Sary Tash einen Tag dafür gewidmet haben unsere vernachlässigten Bambusgefährten zu pflegen und wieder Ordnung in unser Chaos zu bringen kann es heute weiter gehen. Ca. 14 Tage Radfahrpause liegen hinter uns, jetzt heißt es wieder kräftig strampeln. Vor uns liegt der Irkeshampass der uns zur chinesischen Grenze führt.

 

Die netten Besitzer unseres Hostels. Immer am lachen…

 
Eineinhalb Tage kämpfen wir mal wieder gegen starken Gegenwind an bis wir die Grenze erreichen. Der Wind kann uns aber nicht davon abhalten die traumhafte Landschaft zu bestaunen und das vorerst letzte Mal kirgisische Atmosphäre einzuatmen (Jurten, Männer auf Pferden…). Kirgistan ist ein wunderschönes Land. Vielleicht das schönste Land unserer Reise. Wir haben uns fest vorgenommen wieder zukommen damit wir die vielen Orte kennenlernen können die wir noch nicht zu Gesicht bekommen haben. Es gibt noch so viel zu entdecken.

  
Und jetzt stehen wir tatsächlich vor der chinesischen Grenze…Wie weit war das immer weg. Von Hamburg mit dem Bambus-Fahrrad nach China. Tataaa! Da sind wir! Für uns ist das alles unvorstellbar…

Unser letzter Campingplatz kurz vor der chinesischen Grenze.

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