Deutschland
Die ersten Tage: Schlafen, Essen, Räumen
8. Oktober 2014
0

So sehen unsere ersten Tage aus. Schon am ersten Tag sind wir später los als geplant und so zieht es sich auch durch die folgenden Tage. Jeden Tag neu sagen wir uns, morgen geht es früh los doch dann fängt das große Räumen und Suchen wieder an.

Nachdem ersten Abschied von meinen Eltern und meiner Schwester in Finkenwerder, fahren wir wenige Kilometer zu Tims Eltern nach Neugraben, wo wir dann erstmal mit einem Mittagessen verwöhnt werden.

Es folgt dann die erste Herausforderung, es geht auf holprigen, sandigen Wegen Richtung Buchholz. Die ersten 30km sind geschafft! Völlig überraschend öffnet ein ehemaliger Klassenkamerad von Tim die Haustür bei meinem Onkel und meiner Tante. Es folgt ein geselliger Abend, wir werden von Jürgen und Anja köstlich bewirtet und es wird spät…Morgens nach einem stärkendem Frühstück wird stundenlang geräumt, irgendwie muss unser Gepäck doch leichter werden, die ersten Sachen werden aussortiert. Tim und Jürgen basteln derweil an den Rädern. Reflektoren fehlten noch. Gegen 11:30Uhr gehts dann endlich los. Jürgen und Anja begleiten uns die ersten 30km bis Schneverdingen. Wir werden von den beiden noch auf das leckerste Eis unseres Lebens eingeladen, dann heißt es mal wieder Abschied nehmen. Vielen Dank Jürgen und Anja, wir hatten einen großartigen Start mit und bei euch!
Tim und ich haben uns mit Eis so voll gefuttert, dass an ein langes Radeln nicht mehr zu denken ist, außerdem ist es auch schon wieder spät und wir müssen noch einen Schlafplatz finden.
Die Suche wird dann völlig unkompliziert:
Wir fahren super schöne Wege durch Feld und Wiesen und mit einmal grüßt ein Landwirt der gerade bei der Arbeit auf dem Feld ist, mit einem fröhlichem „Hallo“. Wir entschließen uns daraufhin ihn zu fragen ob wir unser Zelt irgendwo auf seinem Land aufstellen dürfen. Es folgt eine herzliche Einladung zum Kaffee und wir dürfen unser Zelt auf dem Hof wo wir möchten aufzustellen. Tim und ich helfen noch so gut wir können, die Arbeit an der Grünsilage fertigzubringen. J. Renken (der Landwirt) erklärt uns alles ganz genau und führt uns später über den ganzen Hof und sein Land. Wow! Macht mal Urlaub auf einem Bauernhof!
Abends besuchten uns noch 3 sehr gute Freunde aus Hamburg. Danke Thilo, Gert und David für die gemütlichen Bierchen auf der Grünsilage.
Nachts kalbte noch eine Kuh. Die anderen Rinder haben wohl reichlich angefeuert, jedenfalls war es ziemlich laut.
Am nächsten Morgen sind wir noch zum Frühstück eingeladen und verabschieden uns mit dem Versprechen nach unserer Reise nochmal vorbei zu kommen. Vielen Dank an die Renkens für eure liebe Gastfreundschaft, wir haben schon am zweiten Tag so viel gesehen und gelernt und uns sehr wohl bei euch gefühlt.
Weiter von Königshof geht es nun Richtung Minden, wir fahren knapp 50km und campen das erste mal „wild“. Wir schieben unsere Räder über eine Wiese, sehen uns tausendmal um ob uns auch keiner sieht und schlagen unser Zelt am Waldrand mit Blick aufs freie Feld auf. Irgendwie aufregend, aber als alles steht und wir in den Schlafsäcken liegen ist alles vergessen und wir schlafen tief und fest.
Am morgen liegt noch Nebel über den Feld – es sieht wunderschön und sehr friedlich aus.
Jetzt heißt es mal wieder räumen und wir sind noch kein Stück schneller dabei geworden. Wir fahren heute (5.10) um die 75km und erreichen am Abend Minden, wo wir bei Tims Großeltern unterkommen und wieder großartig versorgt werden, eine Dusche genießen und bereits um 21Uhr tot müde ins Bett fallen.
Am nächsten Morgen werden wieder alle Taschen komplett ausgeräumt – irgendwie muß doch eine sinnvolle Ordnung zu Stande kommen, so das man nicht ständig am wühlen ist, wenn man eine Kleinigkeit sucht.
Nach einem Abstecher bei Tims Patenonkel fahren wir wieder erst mittags los zu unserem nächsten Ziel:
Ein Campingplatz im Extertal. Wir fahren knapp 40km, passieren Porta Westfalica und lassen das Flachland hinter uns. Unsere Bambusräder rollen grossartig und fühlen sich einfach gut an. Das Bambus führt auch immer wieder zu lustigen Kommentaren.
Wir merken aber, dass sobald es bergauf geht, das Radfahren schnell richtig anstrengend wird. Allerdings bilden wir uns ein, schon ein bisschen fitter geworden zu sein.
Es folgen statt geplant einem Regenerationstag zwei Tage, da wir heute mit ersten Basteleien am Fahrrad zugange sind (Tims Kette springt immer raus – deshalb hat er 4 Kettenglieder entfernt) und wir einfach noch nicht so geübt sind.
Morgen soll es dann aber wirklich weiter gehen. Die Aussichten: Viel Regen, viele Berge. Oha!

Fazit der ersten Tage: Räder, die richtig Spaß machen, supertolles Wetter und viele liebe Menschen.

 

About author

Karina

related items

/ you may check this items as well

Zurück

So sehen unsere ersten Tage aus. Schon am ersten T...

read more

Tadschikistan von Khorog nach Kirgistan

So sehen unsere ersten Tage aus. Schon am ersten T...

read more

Impressionen

So sehen unsere ersten Tage aus. Schon am ersten T...

read more

There are 0 comments